So gelingen Sportaufnahmen
Posted on September 23, 2008
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Sportaufnahmen gehören zu den Herausforderungen innerhalb der Fotografie. Ziel ist es, Tempo, Spannung und die Freude am Spiel festzuhalten. Sportanlässe bieten Ihnen eine der seltenen Gelegenheiten, menschliche Emotionen in ungespielter Natürlichkeit festzuhalten.
Sportaufnahmen gelingen dann am besten, wenn Sie eine Sportart außerordentlich gut kennen und eine intuitive Vorahnung für entscheidende Spielmomente entwickelt haben. Wenn Sie zusätzlich die folgenden Hinweise beachten, werden Sie einzigartige Sportsituationen festhalten können und zu einem richtig guten Sportfotografen werden.
Werden Sie Spielexperte:
Lesen Sie regelmäßig Sportberichte und eignen Sie sich Wissen zu Spielregeln, Spielabläufen, Spielaufstellungen und Spielern an. Wenn Sie erstmal alle Details des Spiels und die entscheidenden Spieler kennen, dann vergrößert sich die Chance, den richtigen Moment für eine aussagekräftige Momentaufnahme auszumachen.
Schauen Sie voraus: Beim Aufeinanderprallen zweier emotionsgeladener Spielerteams kann jederzeit und überall Entscheidendes geschehen. Sie sollten Spiel und Spieler so gut kennen, dass Sie intuitiv mögliche Schlüsselszenen vorausahnen. Ein Fußballspiel: der Stürmer rennt mit dem Ball in Richtung Tor. Lassen Sie sich von Ihrem Instinkt fürs Spiel leiten und richten Sie die Kamera vorab auf die Position ein, von welcher der Spieler mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen Torschuss abfeuern wird. So gewinnen Sie entscheidende Sekunden, um Ihren Meisterschuss vorzubereiten.
Fiebern Sie mit wie ein echter Sportfan: Genauso wie Spieler und Fans muss auch der Sportfotograf das Spiel lieben. Die Leidenschaft fürs Spiel lässt Sie dieses mit Leichtigkeit verfolgen und Ihre Konzentration bleibt jederzeit da wo sie hingehört – am Ball.
Timing und Reflex: Das richtige Timing ist einer der kritischsten Faktoren bei der Sportfotografie. Dieses muss zur zweiten Natur werden, denn für ausgeklügelte Bildgestaltung und Scharfstellen bleibt keine Zeit. Sie müssen jederzeit das Geschehen verfolgen und gleichzeitig im entscheidenden Moment den Auslöser betätigen. In hektischen Spielsituationen können Sie auch einige Fotos in Serie schießen – mit etwas Glück findet sich darunter eine besonders geglückte Aufnahme.
Beide Augen auf: Sie müssen beim Blick durch den Sucher nicht zwingend ihr zweites Auge zukneifen. Mit etwas Übung können Sie beide Augen geöffnet halten und nehmen dadurch auch wahr, was in Ihrer Umgebung geschieht. Vielleicht entsteht ein preisgekröntes Sportfoto nur deshalb, weil ihr vormals zugekniffenes Auge etwas Spannendes außerhalb des Spielgeschehens erblickt hat.
Begeben Sie sich unter die Akteure, Schönlinge und Stars des Sports: Jeder Sport hat Top Akteure – auf dem Feld und auch daneben. Es sind dies die Personen, die einer Sportart zu Popularität verhelfen. Das Publikum ist von Natur aus an diesen Stars und Starlets interessiert. Und deren Entourage – Fans, Promis, Journalisten, Body Guards – sorgt immer wieder für viele spannende Fotomomente.
Wissen, wann die Emotionen hoch gehen: Zu Beginn und am Ende des Spiels haben Sie üblicherweise die beste Gelegenheit Leidenschaft und Emotionalität abzulichten. Euphorie, Niedergeschlagenheit, Frust und Erschöpfung, hitzige Diskussionen und wild gestikulierenden Fans – schon findet sich ein nicht alltägliches Motiv für eine nicht alltägliche Sportaufnahme.
Fangen Sie typische Farben und Motive des Spiels ein: Bestimmt haben Sie von Manchester United’s “Red devils” gehört. So hat jedes Team und jede Sportart typische Farben und Motive. Die Beschaffenheit eines ledernen Kricketballs, das glitzernde Metal eines Golfschlägers, ein unebenes Golfgelände, das satte Grün eines beleuchteten Fußballfelds - nutzen Sie diese einmaligen Motive, um Ihre Sportaufnahmen spannender zu gestalten.
Ästhetik der Sportart und Schrullen von Spielern: Jede Sportart verfügt über ihre eigene Ästhetik. Ein Golfer, der konzentriert und weltvergessen Anschläge übt. Ein Boxer, der sich nach jeder Runde erneut mühsam aus der Ecke aufrafft. Der kurze Moment, in dem sich ein Sportler aus der Anspannung löst oder von der Entspannung in die Konzentration übergeht.
Und dann gibt es oft auch abergläubische Spieler und Sportler mit verschrobenen Marotten, die Ihnen zu witzigen Bildmotiven verhelfen.
Magische Orte, historische Momente: Die meisten Sportarten kennen magische Orte. Auch unbelebt geben solche Plätze Motive für kraftvolle Aufnahmen - ein leeres Sportstadium strahlt beispielsweise eine ganz eigene Faszination aus. Und dann gibt es gelegentlich Treffen großer Sportler mit jungen Nachwuchsspielern, die plötzlich selber im Rampenlicht stehen – vergessen Sie als Fotograf nicht, dass Sport aus viel mehr als nur dem eigentlichen Spiel besteht.
Fashion, Style und Ausgefallenes: Sportanlässe sind oft auch gesellschaftliche Anlässe, bei denen Personen sich auf dem Laufsteg präsentieren – denken Sie an Wimbledon, Autorennen, Pferdesport. Bei anderen Sportarten wiederum versuchen sich Fans mit ausgefallenen Kostümen gegenseitig zu übertrumpfen – und hoffen so, Ihr Team noch besser zu unterstützen. Eine Stadiontribüne wird so zum farbenfrohen Karneval. Und dann gibt es noch die Trendsetter unter den Sportlern – Sonnenbrillen, die rückwärts getragen werden; Stirnbänder, die lange Haare bändigen, etc. Seien Sie der erste, der einen neuen Trend einfängt!
Studieren Sie die Meister der Sportfotografie: Die Geschichte der Sportfotografie ist reich an einzigartigen und historischen Aufnahmen. Studieren Sie die Arbeiten großer Sportfotografen und schärfen Sie Ihren Blick für faszinierende Sportmomente. Üben Sie an lokalen Sportanlässen und stellen Sie Sportaufnahmen, die Geschichte schrieben, nach. So sind Auge und Handgriffe beim nächsten großen Spiel eingespielt. Übung macht den Meister.
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